Dorfwurt Großbüttel

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Historische Stätten
HISTOUR-Punkt WÖ8
Seit dem 7. und 8. Jahrhundert n. Chr. entstanden
Die Dorfwurt Großbüttel wurde im ersten Jahrtausend n. Chr. als Schutz gegen die Nordsee aus Klei und dem bei der Viehhaltung anfallenden Mist aufgehöht. Sturmfluten verkleinerten die heutige Wurt, wie man die künstlich aufgehöhten Sieldungsplätze im Meeresschwemmland (Marsch) nennt.

Die Wurt gehört zu einer Gruppe mehrerer Wurtsiedlungen (Wöhrden, Wesselburen), die seit dem 7. und 8. Jahrhundert n. Chr. entstanden (Ausgrabungen in Wellinghusen und Hassenbüttel). Ihre Gründung erfolgte westlich der seit etwa 500 n. Chr. vermoorten, binnenwärtigen Marsch nahe der Küste. Vor dieser Zeit waren Teile der alten Marsch bereits zwischen Christi Geburt und 400 n. Chr. von germanischen Stämmen besiedelt (Ausgrabungen in Tiebensee und Haferwisch).

Im 7. und 8. Jahrhundert boten ausgedehnte, küstennahe Salzwiesen den bäuerlichen Siedlern günstige Wirtschaftsflächen. Die Siedler profitierten aber auch von dem über See gehenden fränkisch-friesischen Fernhandel, der von der Rheinmündung bis nach England und das wikingerzeitliche Dänemark reichte. Die Dorfwurt Großbüttel (Büttel = Siedlung) war in den Verlauf des um 1100 errichteten mittelalterlichen Deiches einbezogen, der bis zur Eindeichung des Friedrichsgabekooges 1714 den Seedeich bildete.

Reste des älteren, mittelalterlichen Seedeiches sind auch weiter östlich in Richtung Wöhrden erhalten. Nahe Großbüttel aus führt die Straße durch den Friedrichsgabekoog nach Österdeichstrich, den nordöstlichen Rand der Insel Büsum, die bis in das 17. Jahrhundert durch den Wardstrom vom Festland getrennt war.

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Dorfwurt Großbüttel
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