Schalenstein und Steingrab

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HISTOUR
HISTOUR-Punkt H24 | Ganggrab mit Schalenstein

Nahe der Hemmingstedter Kirche, unweit des Westgiebels, ist ein großer Schalenstein in Zementbettung aufgestellt worden. Ursprünglich dürfte er mit den Schalen nach oben im Erdboden gelegen haben.

Schalensteine sind als Zeugen urgeschichtlicher Kulthandlungen anzusehen. Die Schalen sind bei der Gewinnung von Gesteinspulver entstanden, das zu Heil- oder Zauberzwecken verwendet wurde.

Am Eingang des neuen Friedhofes sind die eindrucksvollen Reste eines zerstörten Ganggrabes der Bauernsteinzeit wiederaufgerichtet worden, das 1961 im Zuge der südlichen Erweiterung der Erdöl-Raffinerie ausgegraben wurde.

Erhalten ist im Wesentlichen die nordöstliche Tragsteinreihe des Grabes mit den beiden abschließenden Steinen der Kammer. Die Decksteine sowie die Tragsteine der gegenüberliegenden Wand waren bereits in alter Zeit gesprengt oder beseitigt worden. Bei der Wiederherrichtung der Wand wurde sie mit zu kleinen Steinen ergänzt.
Neben wenigen Resten ursprünglicher Grabbeigaben, darunter einem Bernsteinstück, fanden sich ein schnurverzierter Becher und die Klinge eines Feuersteinbeils als Beigaben einer Nachbestattung der späten Bauernsteinzeit.

Ganggräber sind Gräber aus einem frühen Zeitabschnitt (3200 bis 2800 v. Chr.) der Bauernsteinzeit. Sie haben eine aus großen Steinen erbaute Kammer als Zentrum. Einfache Kammern, die höchstens einen Gang an der Schmalseite haben, heißen Dolmen. Sie sind die älteren Anlagen. Die Kammern der jüngeren Ganggräber haben einen rechteckigen oder ovalen Grundriss und einen Gang an einer der Langseiten der Kammer. Die hierzulande errichteten Großsteingräber waren für Mehrfachbestattungen (von menschlichen Knochen) geplant.

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