Schöpfwerk Rethbucht

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HISTOUR
HISTOUR-Punkt T22b | Zur Entwässerung des Dellstedter Birkwildmoores

Mit dem Bau des Schöpfwerkes Rethbucht 1926 begann eine noch großflächigere Umwandlung durch Entwässerung des Dellstedter Birkwildmoores als durch den historischen Torfabbau. Die Förderleistung der Pumpen beträgt heute 0,76 cbm/s.
Das Dellstedter Birkwildmoor besteht aus zwei Hochmooren, dem Nordermoor und dem Ostermoor. Ausgelöst durch den nacheiszeitlichen Meeresspiegelanstieg kam es im Urstromtal der Eider zu einer Moorbildung infolge von Staunässe, Hochwasser und Flussverlagerung mit verlandenden Altarmen.

Eine Schutzgebietsverordnung gibt es seit 1957, in seiner heutigen Ausdehnung wurde das Moor erst 1989 unter Schutz gestellt. Das 620 Hektar große Gebiet dient der Erhaltung von zwei typischen Hochmooren mit umliegenden Wiesenflächen. Besondere Bedeutung nehmen Maßnahmen zur Regeneration der stark in Mitleidenschaft gezogenen Hochmoore als Lebensraum selten gewordener Pflanzen- und Tierarten.

Der Naturschutz versucht durch das Verschließen von Entwässerungsgräben, die Anlage einer Randverwallung und durch Vernässungspolder eine allmähliche Regeneration der typischen Pflanzenwelt zu erreichen. Vor allem das Wachstum der Torfmoose, welches entscheidend zur Moorbildung beiträgt, soll gefördert werden. Mit ihnen stellen sich dann Wollgräser, Ährenlilien und Glockenheide ein. Das Birkhuhn ist inzwischen hier ausgestorben. Aber noch lassen sich Brachvögel, Uferschnepfen, Bekassine und andere Moor- und Wiesenvögel wie der Kranich beobachten.

Bild: Schnittzeichnung Schöpfwerk Rethbucht (Dellstedt-Nord).

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