Schafstedter Elendsmoor

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Sehenswertes
HISTOUR-Punkt A20
Moor nördlich von Schafstedt
1972 wurde das nur etwa acht Hektar große Moor nördlich von Schafstedt unter Schutz gestellt. Es gehört zu einer Reihe von kleineren Geestmooren, die sich in abflusslosen Senken mit undurchlässigen Bodenschichten gebildet haben und nur vom Regenwasser gespeist werden.

Wie in allen anderen Mooren auch ist in das Elendsmoor durch den Menschen immer wieder eingegriffen worden. So ist es in viele schmale Parzellen eingeteilt, die von den jeweiligen Eigentümern zum Abbau des Torfes als Brennmaterial genutzt wurden, der in einer Mächtigkeit von gut einem Meter vorkommt. Das Moor ist von einem Saum aus Birken und Fichten umgeben, der das Moor vor Düngestoffen aus den umgebenden landschaftlichen Flächen schützt. Durch den Anflug von Birkensamen wurde die Moorfläche mit ihrer typischen Pflanzenwelt „verbirkt“, wenn der Wasserstand zu niedrig ist.

Im Elendsmoor kommen heute seltene Moorpflanzen wie Wollgräser, Sonnentau, Moosbeere und das Weiße Schnabelried wieder vor. Üppig wachsende Torfmoose zeigen zudem, dass das Elendsmoor heute ein lebendiges, wachsendes Moor ist.

Hochmoore entstanden im Westen Schleswig-Holsteins meist aus Niedermooren, die sich wiederum in feuchten Senken gebildet hatten. Die den Torf bildenden Torfmoose brauchen zum Wachstum lediglich Luft, Sonne, viel Niederschlagswasser und eingewehten Staub. Hochmoore sind bei ihrem Wachstum also nicht auf nährstoffreiches Wasser aus dem Untergrund angewiesen, die Pflanzen- und Tierwelt ist artenarm, jedoch auf diesen Lebensraum spezialisiert.

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